Wenn in Deutschland jemand über einen Fernsehabend berichtet, tut er das unter niedergeschlagenen Augen hervor und mit einem Anflug von Schamesröte. "Man weiß halt, dass das kein besonders anspruchsvoller Zeitvertreib ist... man muss keine eigene Denkleistung vollbringen... man lässt sich berieseln..."
Sowas sagen Deutsche; Fernsehen ist im Allgemeinen verpönt.
An solchen Dingen merkt man eben auch kulturelle Unterschiede.
In England kennt man diesen verschämten Fernsehkonsum nicht. Fernsehen, mit allen Serien, Seifenopern, Dokus und allen hundert tausend Reality-TV-Shows, ist als Hobby akzeptiert. Durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten, die ich so kennengelernt habe, ist ein Nachmittag vor der Glotze gleichwertig mit einem Training im Sportverein oder einem netten Treffen mit Freunden.
Klar, dass es da schwierig ist, mit Schülern Argumente pro/contra TV zu suchen...